Erfolgreiches Fleischseminar 2018

Fleischbranche vor großen Umbrüchen

Vom 26.September bis zum 28.September trafen sich über 36 Betriebsräte, aus unterschiedlichen Betrieben der Fleischwirtschaft, in Osnabrück zum jährlichen Fleischseminar der NGG.

Schwerpunkt im diesjährigen Seminar war vor allem der Umgang mit Übernahmen und neuen Firmenstrukturen, welche sich vor allem durch die Ausbreitung des Unternehmens Tönnies hohe Auswirkungen hat. Dies zeigt sich vor allem an den Teilnehmenden Betriebsräten, welche durch Übernahmen in den Tönnies Konzern eingegliedert wurden und von ihren Erfahrungen berichteten. 

In der Fleischbranche erlebe man eine Marktbereinigung großen Ausmaßes, bedingt durch einen harten Konkurrenzdruck bei gleichzeitiger Bildung von Oligopolen, also der Herausbildung von einigen wenigen dominanten Großkonzernen. 

Als besonderen Gast war dieses Jahr der Rechtsanwalt Volker Buddenberg zu Gast. Herr Buddenberg referierte über den Umgang mit Arbeitszeit, Samstagsarbeit und allgemeiner Mehrarbeit.

Tenor bei vielen Betriebsräten war dabei die zunehmende prekäre Beschäftigslage und Arbeitsverdichtung und das es schwer fällt das Thema Arbeitszeit vernünftig in den Griff zu bekommen, wenn gleichzeitig keine Würdigung der Sozialpartnerschaft durch das Unternehmen erfolgt. 

Auch das Ausweichen auf Werktverträge und Leiharbeit bringt für die Unternehmen keine Lösung ihrer organisatorischen Probleme sondern schafft eher neue. Die Anwesenden Betriebsräte plädierten eher dafür, dass man Leiharbeitnehmer und Werksvertragsarbeitnehmer übernehmen sollte in die Stammbelegschaft, um einen optimalen organisatorischen Ablauf zu gewährleisten.

Entsprechend war man aber mit der Frage beschäftigt wie man den gewerkschaftlichen Organisationsgrad weiter ausbauen und optimieren kann, denn nur Einigkeit macht Arbeitnehmer stark!